Türken investieren zunehmend in Immobilien im Ausland – Dubai und Griechenland besonders gefragt

03.04.2025 – 6:35 Uhr

Türkische Staatsbürger haben 2024 rund 2,51 Milliarden US-Dollar für Immobilienkäufe im Ausland ausgegeben – ein Anstieg von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gefragt sind Griechenland und Dubai, wie aktuelle Daten der Zentralbank und Branchenexperten zeigen.

Laut Bayram Tekçe, Vorsitzender des Verbands GİGDER, stehen vor allem „Golden Visa“-Programme im Fokus. In Griechenland erhalten Investoren ab 250.000 Euro Aufenthaltstitel mit Zugang zum Schengen-Raum. Auch Länder wie Ungarn bieten inzwischen ähnliche Programme an.

Ein weiterer Grund für die hohe Nachfrage ist die Suche nach stabilen Mieteinnahmen. Viele Investoren weichen angesichts wachsender Probleme auf dem türkischen Mietmarkt auf Auslandsimmobilien aus.

Dubai zieht besonders viele türkische Investoren an – derzeit rangieren sie dort an siebter Stelle, so Özden Çimen, CEO von Parcel Estates. Für 2025 rechnet er mit einem Platz unter den Top 5. Neben Privatpersonen engagieren sich auch türkische Bauunternehmen bei Großprojekten in Dubai.

Im Durchschnitt zahlen türkische Käufer im Ausland rund 500.000 US-Dollar pro Objekt, wobei Mietrendite und Investitionssicherheit im Vordergrund stehen.

Tekçe warnte, dass während die Auslandsinvestitionen steigen, das Interesse internationaler Käufer an der Türkei sinkt. Um gegenzusteuern, brauche es bessere rechtliche Rahmenbedingungen und gezielte Werbung im Ausland.