Türkei – Industrieproduktion steigt, Arbeitslosenquote sinkt

12.02.2025 – 6:40 Uhr

Die türkische Industrieproduktion verzeichnete im Dezember einen Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Daten des Türkischen Statistikinstituts (TÜİK) zeigen. Dies stellt eine Beschleunigung gegenüber dem Zuwachs von 1,6 Prozent im November dar. Zwischen Juni und Oktober des Vorjahres war die Industrieproduktion fünf Monate in Folge rückläufig. Auf monatlicher Basis stieg die Produktion im Dezember um 5 Prozent, nachdem sie im November um 2,9 Prozent zugenommen hatte.

Entwicklung in verschiedenen Sektoren

Im verarbeitenden Gewerbe erhöhte sich die Produktion um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Bergbau- und Steinbruchsektor verzeichnete einen Anstieg von 1,8 Prozent, während die Strom-, Gas-, Dampf- und Klimaversorgung um 11,4 Prozent zulegte.

Die Produktion von Vorleistungsgütern stieg sowohl jährlich um 0,4 Prozent als auch monatlich um 3,2 Prozent. Die Herstellung von dauerhaften Konsumgütern nahm um 1,1 Prozent zu, während die Produktion von nicht dauerhaften Konsumgütern um 0,3 Prozent zurückging, jedoch monatlich um 2,3 Prozent anstieg. Die Energieproduktion erhöhte sich um 11,3 Prozent im Jahresvergleich und um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Rückgang der Arbeitslosenquote

Laut separaten Daten des TÜİK sank die Arbeitslosenquote im Dezember zum zweiten Mal in Folge und lag bei 8,5 Prozent, nach 8,6 Prozent im November. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich um 39.000 auf etwas mehr als 3 Millionen Personen.

Die Arbeitslosenquote betrug 6,9 Prozent bei Männern und 11,4 Prozent bei Frauen. Die Erwerbsbevölkerung wurde auf 35,74 Millionen Personen geschätzt, ein Rückgang gegenüber 35,84 Millionen im Vormonat. Die Erwerbsquote sank von 54,2 Prozent im November auf 54,1 Prozent, während die Beschäftigungsquote bei 49,5 Prozent lag.

Jugendarbeitslosigkeit leicht gestiegen

In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen stieg die Jugendarbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent im Dezember. Dabei lag die Quote bei jungen Männern bei 13,1 Prozent und bei jungen Frauen bei 22,1 Prozent.