Die türkische Statistikbehörde TÜİK hat am Donnerstag die Inflationszahlen für den Monat März 2025 veröffentlicht. Demnach ist die Verbraucherpreisinflation im Vergleich zum Vorjahr auf 38,10 Prozent gesunken. Damit setzt sich der Abwärtstrend bereits den zehnten Monat in Folge fort. Seit Dezember 2021 wurde kein niedrigerer Jahreswert mehr verzeichnet. Im Monatsvergleich stiegen die Preise um 2,46 Prozent.
Besonders stark war der Preisauftrieb erneut im Bereich Wohnen mit einem jährlichen Anstieg von 68,63 Prozent. Auch Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 37,12 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auf Monatssicht betrug der Preisanstieg in diesem Bereich 4,94 Prozent. Die Preise für Transportmittel legten im Jahresvergleich um 21,59 Prozent zu.
Der Erzeugerpreisindex (Yİ-ÜFE), der die Entwicklung der Produktionskosten abbildet, stieg im März im Vergleich zum Vorjahr um 23,50 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein Plus von 1,88 Prozent. Besonders stark betroffen war der Bereich Wasserversorgung mit einem jährlichen Preisanstieg von 58,02 Prozent.
Vizepräsident Cevdet Yılmaz erklärte, dass die Entwicklung ein Ergebnis des disziplinierten Wirtschaftsprogramms der Regierung sei. Man verfolge weiterhin das Ziel, die Inflation nachhaltig zu senken. Der seit Juni 2024 laufende Desinflationsprozess zeige nun klare Wirkung.