Der globale Tourismus hat sich 2024 vollständig von der COVID-19-Pandemie erholt. Weltweit wurden 1,4 Milliarden internationale Touristenankünfte verzeichnet, was auf die „robuste“ Nachfrage aus Schlüsselmärkten zurückzuführen ist, so die UN-Tourismusorganisation.
„Die meisten Reiseziele konnten 2024 mehr internationale Touristen begrüßen als vor der Pandemie, und auch die Ausgaben der Besucher stiegen weiter stark an“, heißt es in einer Erklärung der in Madrid ansässigen Organisation.
11 Prozent Steigerung im letzten Jahr
Die Zahl der internationalen Touristenankünfte lag im vergangenen Jahr 11 Prozent über den 1,3 Milliarden im Jahr 2023 und erreichte damit das Niveau von 2019, dem Jahr vor der pandemiebedingten Lähmung des Reiseverkehrs. „Im Jahr 2024 hat sich der globale Tourismus vollständig von der Pandemie erholt und vielerorts sind die Touristenzahlen und insbesondere die Einnahmen bereits höher als 2019„, sagte der Generalsekretär der UN-Tourismusorganisation, Zurab Pololikashvili.
„Es wird erwartet, dass sich das Wachstum im Jahr 2025 fortsetzt, angetrieben von einer starken Nachfrage, die zur sozioökonomischen Entwicklung sowohl reifer als auch aufstrebender Reiseziele beiträgt“, fügte er hinzu.
Europa mit 747 Millionen internationalen Ankünften
Europa, die beliebteste Zielregion der Welt, verzeichnete im Jahr 2024 747 Millionen internationale Ankünfte, was einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Prozent über dem Niveau von 2019 entspricht.
Alle europäischen Regionen übertrafen das Niveau vor der Pandemie, mit Ausnahme von Mittel- und Osteuropa, „wo viele Reiseziele immer noch unter den anhaltenden Auswirkungen der russischen Aggression gegen die Ukraine leiden“, heißt es in der Erklärung.
Während die Zahl der internationalen Ankünfte in Asien und im Pazifikraum um 33 Prozent auf 316 Millionen im Jahr 2024 stieg, lagen die Ankunftszahlen in dieser Region immer noch bei nur 87 Prozent des Niveaus vor der Pandemie.
Mehrere Reiseziele meldeten im Vergleich zu 2019 ein zweistelliges Wachstum bei den internationalen Ankünften, wie z. B. El Salvador mit einem Anstieg von 81 Prozent und Marokko mit einem Anstieg von 35 Prozent.