Arbeitsminister Işıkhan: Mindestlohn kann bei Bedarf erneut erhöht werden

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15.01.2025 – 6:40 Uhr

Eine weitere Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in der Türkei könnte später in diesem Jahr in Betracht gezogen werden, je nach Inflationsentwicklung, so der Arbeits- und Sozialminister Vedat Işıkhan. Im Dezember 2024 wurde der Nettomindestlohn für 2025 um 30 Prozent auf 22.104 Türkische Lira (623 US-Dollar) pro Monat erhöht.

„Als Regierung müssen wir die Kaufkraft unserer Bürger schützen“, sagte Işıkhan in einem Interview mit dem privaten Sender Habertürk am 13. Januar.

„Wir erwarten, dass sich die Inflationsaussichten im Jahr 2025 verbessern. Wir werden einen Rückgang der Inflation erleben. Darauf deuten auch die makroökonomischen Daten hin. Sollte jedoch etwas schiefgehen, könnte die Erhöhung des Mindestlohns im Juli erneut auf der Tagesordnung stehen“, fügte der Minister hinzu.

Aufgrund der steigenden Inflation wurde der Mindestlohn in den Jahren 2022 und 2023 zweimal angehoben. Sollte erneut Bedarf bestehen, kann der Koordinierungsrat für Wirtschaft eine mögliche Erhöhung des Mindestlohns erörtern und beschließen, so Işıkhan.

Die jährliche Inflationsrate der Türkei sank im Dezember 2024 auf 44,38 Prozent und verzeichnete damit den siebten Rückgang in Folge seit Juni 2024, wie offizielle Daten Anfang Januar zeigten. Der Verbraucherpreisindex stieg im letzten Monat mit 1,03 Prozent so langsam wie seit Mai 2023 nicht mehr und kühlte sich von 2,24 Prozent im November ab.

In dem aktualisierten mittelfristigen Programm für den Zeitraum 2025 bis 2027 prognostiziert die Regierung, dass die jährliche Inflation bis Ende dieses Jahres auf 17,5 Prozent und bis Ende 2026 weiter auf 9,7 Prozent sinken wird. Das Inflationsziel der Regierung für Ende 2027 liegt bei 7 Prozent.