Istanbul hat in den letzten Tagen die kältesten Nächte des Jahres erlebt, während die Schneefälle allmählich nachlassen. Während in einigen Stadtteilen noch vereinzelt Schneestürme wüteten, schwächte sich der Wintereinbruch in anderen Bezirken am 23. Februar bereits ab.
In der Nacht auf den 22. Februar fielen die Temperaturen in der Millionenmetropole auf minus 6 Grad Celsius, in der darauffolgenden Nacht lagen sie bei minus 4 Grad Celsius.
Winterchaos: Flugausfälle und Verkehrseinschränkungen
Die Stadt litt unter der extremen Kältewelle, die fünf Tage lang andauerte und zu erheblichen Verkehrsproblemen führte. Fährverbindungen mussten zeitweise eingestellt werden, während an Istanbuls Flughäfen zahlreiche Flüge gestrichen wurden. Besonders am Sabiha-Gökçen-Flughafen mussten Passagiere mit kurzfristigen Stornierungen und Verspätungen rechnen.
Auf den Straßen erschwerte vereiste Fahrbahnen den Verkehr. Die Behörden verhängten daher ein temporäres Fahrverbot für Motorräder und Lieferdienste, das am 23. Februar aufgehoben wurde. Auch Schwertransporte wurden auf den Hauptverkehrsadern Istanbuls vorübergehend untersagt.
Meteorologen warnen weiterhin vor Frost und Lawinengefahr
Der Kälteeinbruch sorgte zudem für landesweite Wetterwarnungen. Besonders betroffen war die zentralanatolische Stadt Sivas, wo das Thermometer auf minus 18 Grad Celsius sank und der Kızılırmak-Fluss, der längste Fluss der Türkei, teilweise zufror.
Während der Schnee in Istanbul langsam verschwindet, bleibt die Gefahr von Frost, Eis und Lawinen in anderen Regionen weiterhin bestehen. Meteorologen prognostizieren jedoch, dass sich die Wetterlage ab Beginn der Woche allmählich entspannen wird.