Nach dem hitzigen Stadtderby zwischen Fenerbahçe und Galatasaray droht Fenerbahçe -Starcoach José Mourinho eine harte Strafe. Der Portugiese hatte seinen Trainerkollegen Okan Buruk nach dem Schlusspfiff theatralisch an der Nase gepackt – der türkische Verband könnte nun mit einer Sperre von bis zu zehn Spielen reagieren.
Wie die portugiesische Zeitung A Bola berichtet, hängt das genaue Strafmaß davon ab, wie Mourinhos Verhalten juristisch eingeordnet wird. Der Vorfall ereignete sich nach dem 1:2 im Viertelfinale des türkischen Pokals, das bereits in der Schlussphase eskaliert war. Schiedsrichter Cihan Aydın zückte gleich drei Rote Karten: Barış Alper Yılmaz und Kerem Demirbay (Galatasaray) sowie Mert Hakan Yandaş (Fenerbahce) mussten vorzeitig vom Platz.
Nach dem Schlusspfiff dann der Eklat: Während Buruk den Einzug seiner Mannschaft ins Halbfinale feierte, verlor Mourinho die Fassung. Er griff dem Galatasaray-Trainer demonstrativ an die Nase – eine Szene, die Buruk theatralisch zu Boden sinken ließ. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: In den sozialen Medien und der türkischen Presse wurde Mourinho am nächsten Tag mit Spott und Häme überschüttet.
Für Mourinho könnte die Aktion schwerwiegende Folgen haben. Sollte es tatsächlich zur Höchststrafe kommen, müsste Fenerbahçe für einen Großteil der restlichen Saisonspiele auf seinen prominenten Trainer verzichten – und das in einer Phase, in der jeder Punkt zählt.
Die Niederlage gegen Galatasaray bedeutete auch das Aus im Pokalwettbewerb. Nach dem Aus in der Europa League im Achtelfinale gegen die Glasgow Rangers bleibt dem Traditionsklub aus Kadıköy nur noch die Liga als letzte Titelchance. Derzeit liegt Fenerbahçe hinter Tabellenführer Galatasaray – will man diesen noch einholen, ist ein Sieg im kommenden Spitzenspiel gegen Trabzonspor am Sonntag Pflicht. Nur so kann der Rückstand auf drei Punkte verkürzt werden, zumal Galatasaray an diesem Spieltag pausiert.