Die Zufriedenheit der türkischen Bevölkerung ist laut einer aktuellen Umfrage des Türkischen Statistikinstituts (TÜİK) weiter gesunken. Während sich im Jahr 2023 noch 52,7 Prozent der über 18-Jährigen als glücklich bezeichneten, sank dieser Wert 2024 auf 49,6 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang von 3,1 Prozentpunkten.
Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die sich unglücklich fühlen, von 13,7 Prozent auf 14,5 Prozent an. Besonders Männer verzeichneten einen stärkeren Rückgang in ihrer Zufriedenheit: Ihre Glücksrate fiel von 50,3 Prozent auf 46,9 Prozent. Auch bei Frauen nahm das Glücksgefühl ab, allerdings in einem geringeren Maße – von 55,1 Prozent auf 52,3 Prozent.
Nahezu alle Altersgruppen erlebten einen Rückgang der Lebenszufriedenheit. Eine Ausnahme bildet die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, die einen leichten Anstieg von 50,7 auf 51 Prozent verzeichnete. Am stärksten betroffen waren Menschen im Alter von 45 bis 54 Jahren: Hier sank die Glücksquote um 7,1 Prozentpunkte von 53,6 auf 46,5 Prozent.
Die Umfrage zeigt auch, dass verheiratete Menschen tendenziell glücklicher sind als unverheiratete. Während 52,5 Prozent der verheirateten Personen sich als glücklich bezeichneten, lag dieser Wert bei Alleinstehenden nur bei 44 Prozent. Frauen in einer Ehe gaben häufiger an, glücklich zu sein (55,4 Prozent) als ihre männlichen Partner (49,5 Prozent).
Auf die Frage, was ihnen am meisten Freude bereitet, nannten 72,9 Prozent der Befragten ihre Familie als wichtigste Glücksquelle. Kinder folgten mit 13,2 Prozent, während sich 4,2 Prozent selbst als ihre eigene Glücksquelle bezeichneten. Weitere Faktoren waren der Ehepartner (3,4 Prozent), Eltern (3 Prozent) und Enkelkinder (1,9 Prozent).
Gesundheit wurde mit 68,3 Prozent als wichtigster Faktor für das persönliche Glück genannt. Weitere entscheidende Aspekte waren Liebe (14,4 Prozent), Erfolg (8,9 Prozent), Geld (6,4 Prozent) und Arbeit (1,8 Prozent).