Die anhaltenden Regenfälle in der Türkei haben die Wasserstände in den Stauseen von Istanbul nach einer langen Trockenperiode wieder ansteigen lassen. Nach Angaben der Istanbuler Wasserwerke (İSKİ) ist die Füllmenge der Stauseen von zuvor alarmierenden 27 Prozent auf 35,2 Prozent gestiegen.
Der regenarme Herbst hatte in Istanbul und anderen Regionen der Türkei die Sorge vor einer zunehmenden Wasserknappheit geschürt. Anfang Dezember war die Füllmenge der Stauseen in der türkischen Metropole auf nur noch 27 Prozent gefallen. Experten warnten damals, dass der Stadt nur noch Wasserreserven für 85 Tage zur Verfügung stünden.
Die jüngsten Regenfälle sorgten jedoch für eine Wende. Nach Angaben von İSKİ stieg die Füllmenge der Stauseen allein in den letzten 24 Stunden um vier Prozentpunkte an.
Sechs Stauseen weiterhin in kritischem Zustand
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Situation in einigen Stauseen kritisch. Von den insgesamt zehn Stauseen, die Istanbul mit Wasser versorgen, liegen die Füllstände bei sechs von ihnen weiterhin unter der Zehn-Prozent-Marke.
Laut den aktuellen Daten weisen diese Stauseen folgende Werte auf:
Pabuçdere: 6,48 Prozent
Elmalı: 2,45 Prozent
Alibey: 2,15 Prozent
Sazlıdere: 9,84 Prozent
İstrancalar: 1,76 Prozent
Kazandere: 2,76 Prozent
Wichtige Regenfälle für die Wasserversorgung
Die Regenfälle, die in den letzten Tagen über der Region niedergingen, gelten als entscheidender Faktor für die Stabilisierung der Wasserversorgung. Während die Füllmenge der Stauseen insgesamt zunimmt, bleibt die Lage in einigen Bereichen angespannt.
Die Meteorologiebehörde prognostiziert auch für die kommenden Tage weitere Niederschläge. Diese könnten dazu beitragen, die Füllstände der Stauseen weiter zu verbessern und die akute Wasserknappheit in der Region zu mildern.