Neugeborenes in Flughafentoilette in Antalya ausgesetzt: Russische Mutter zu 15 Jahren Haft verurteilt

Bild: DHA
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25.02.2025 – 10:00 Uhr

Ein schockierender Fall aus Antalya endete mit einer 15-jährigen Haftstrafe für die 29-jährige russische Staatsbürgerin Ekaterina Burnazkina, die ihr neugeborenes Baby im Oktober letzten Jahres in einer Flughafen-Toilette ausgesetzt hatte. Ihre Mutter Elena Burnazkina wurde hingegen freigesprochen.

Tat in der Flughafentoilette

Am 13. Oktober 2024 entdeckte eine Reinigungskraft am Flughafen Antalya in einer barrierefreien Toilette ein neugeborenes Baby in der Toilettenschüssel. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab, dass das Kind nur zwölf Minuten zuvor von Ekaterina Burnazkina ausgesetzt worden war.

Nach der Tat begaben sich die Mutter und ihre Tochter eilig zum Passkontrollbereich, um die Türkei Richtung Moskau zu verlassen.

Festnahme am Flughafen – Baby überlebt knapp

Dank der schnellen Reaktion der Flughafenpolizei konnte das Duo noch vor dem Abflug verhaftet werden. Das Baby wurde umgehend medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, während die Mutter ebenfalls medizinische Behandlung erhielt, bevor sie festgenommen wurde.

Nach ihrer ersten Vernehmung wurden beide Frauen in Untersuchungshaft genommen. Elena Burnazkina wurde jedoch bereits bei der ersten Anhörung unter Auflagen freigelassen.

Gericht erkennt Tötungsabsicht – 15 Jahre Haft für die Mutter

Im Prozess vor dem 3. Strafgerichtshof für schwere Straftaten in Antalya gab Ekaterina Burnazkina an, nicht gewusst zu haben, dass sie schwanger war und entbunden hatte.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte jedoch, dass die Angeklagte durch das Nichtabbinden der Nabelschnur das Leben des Neugeborenen gefährdete. Zudem sei die Toilettenschüssel eine der unhygienischsten Umgebungen, was das Überleben des Kindes erheblich erschwerte.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse verurteilte das Gericht Ekaterina Burnazkina zu 15 Jahren Haft wegen versuchten Mordes. Ihre Mutter Elena Burnazkina wurde freigesprochen.

Baby unter staatlichem Schutz

Das gerettete Baby befindet sich nun unter staatlicher Obhut. Weitere Schritte zu seinem zukünftigen Wohl werden derzeit geprüft.