Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Kriminalität in Deutschland befeuern die Debatte um Migration und innere Sicherheit. Demnach hatte im Jahr 2023 mehr als jeder dritte Verurteilte eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2013, als nur knapp jeder vierte Verurteilte keinen deutschen Pass hatte.
Laut der Sonderauswertung, die auf Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer erstellt wurde, gab es im Jahr 2023 insgesamt 656.901 Verurteilungen. Davon entfielen 401.232 auf Deutsche (61 Prozent) und 255.669 auf Ausländer (39 Prozent). Zum Vergleich: Im Jahr 2013 lag der Anteil der ausländischen Verurteilten noch bei 24 Prozent.
Besonders auffällig ist der Anstieg der Verurteilungen ausländischer Straftäter um rund 71.000 Fälle innerhalb von zehn Jahren, während die Zahl der deutschen Verurteilten um rund 170.000 sank. Die verurteilten Ausländer setzen sich zu 38 Prozent aus EU-Bürgern und zu 62 Prozent aus Nicht-EU-Bürgern zusammen, wobei sich dieses Verhältnis in den letzten zehn Jahren kaum verändert hat.
Bezieht man die Zahl der Verurteilungen auf die jeweilige Bevölkerungsgruppe, so zeigt sich eine deutliche Diskrepanz:
Auf 71,3 Millionen strafmündige Deutsche entfielen 401.232 Verurteilungen, was etwa sechs Verurteilungen je 1.000 Personen entspricht.
Auf 12,05 Millionen strafmündige Ausländer entfielen 255.669 Verurteilungen, was 21 Verurteilungen je 1.000 Personen entspricht.
Damit wurden im Durchschnitt dreieinhalb Mal so viele Ausländer straffällig wie Deutsche.
Die Statistik umfasst Straftaten aller Art, von schweren Delikten wie Mord, Totschlag und sexueller Gewalt bis hin zu Betrug, Urkundenfälschung und Unterhaltsdelikten.