Die griechische Insel Amorgos wurde am 12. Februar offiziell in den Notstand versetzt, nachdem eine anhaltende Serie von Erdbeben die Region erschüttert. Bereits am 7. Februar war für das nahegelegene Santorini ein ähnlicher Ausnahmezustand verhängt worden.
Seit Mitte Januar wurden in einem unterseeischen Gebiet zwischen Santorini, Amorgos, Ios und Anafi über 12.000 Erdstöße mit einer Magnitude über 1 registriert. Besonders betroffen ist Santorini, wo tausende der 16.000 Einwohner die Insel verlassen haben. Schulen bleiben dort bis zum 14. Februar geschlossen.
Amorgos weniger gefährdet, aber weiter unter Beobachtung
Im Gegensatz zu Santorini ist Amorgos, das weniger als 2.000 Einwohner hat, durch seine felsige Landschaft und weniger dichte Bebauung weniger stark gefährdet. Dennoch wurde der Notstand ausgerufen, da Seismologen eine nördliche Verschiebung des Erdbebenzentrums in Richtung Amorgos beobachten.
Behörden mobilisieren Rettungskräfte
Durch den Notstandsbeschluss können nun Ressourcen und Notfallteams schneller eingesetzt werden. Bereits jetzt sind Feuerwehr, Polizei, Küstenwache und Streitkräfte in der Region aktiv, insbesondere auf Santorini.
Obwohl Wissenschaftler zunächst hofften, dass die ungewöhnlich hohe seismische Aktivität nachlassen würde, haben mehrere Erdbeben mit einer Stärke von rund 5 in den letzten Tagen die Sorgen wieder verstärkt. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau und bereiten sich auf mögliche weitere Erschütterungen vor.