Die Preise für Döner und Hamburger sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen – und ein Ende ist nicht in Sicht. Gründe sind vor allem die hohen Kosten für Kalb- und Rindfleisch, die durch eine gestiegene Nachfrage und ein reduziertes Angebot weiter anziehen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen meldet, dass die Erzeugerpreise für Kuh- und Jungbullenfleisch dieses Jahr um 15 bis 20 Prozent gestiegen sind. Laut Albert Hortmann-Scholten, Marktexperte der Kammer, haben viele Betriebe aufgegeben, zusätzlich hat die Blauzungenerkrankung das Angebot weiter verringert.
In München haben zahlreiche Dönerläden bereits den Kalbsdöner gestrichen, weil die Preise zu hoch sind. Stattdessen gibt es nur noch Hühnchen und Pute. Auch bei McDonald’s sind die Preise stark gestiegen: Ein Standard-Hamburger kostet heute 2,29 Euro – fast 80 Prozent mehr als Anfang 2022. Bei größeren Burgern wie dem Big Mac liegt die Teuerung seit 2022 bei knapp 30 Prozent.
Erdogan Koc vom Verband der Dönerproduzenten warnt davor, dass der Preis für einen Döner bald die 10-Euro-Grenze überschreiten könnte. Neben Fleisch sind auch Energie und andere Rohstoffe deutlich teurer geworden. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft spielt eine große Rolle: Seit 2014 ist die Zahl der Rinder in Deutschland um gut 17 Prozent gesunken.
Bürokratische Hürden und die Klimapolitik der EU belasten die Bauern zusätzlich. Hohe Anforderungen an Tierwohl und CO₂-Reduktion führen zu steigenden Kosten, während die Erlöse jahrelang niedrig waren. Die Döner- und Burgerliebhaber müssen sich also wohl weiter auf steigende Preise einstellen.