Beinahe-Kollision in Chicago: Piloten verhindern Katastrophe in letzter Sekunde

02.03.2025 – 15:00 Uhr

Ein schwerer Zwischenfall auf dem Chicago Midway International Airport hätte am Dienstagmorgen (25. Februar) beinahe in einer Katastrophe geendet. Nur durch das schnelle Handeln der Piloten einer Boeing 737-800 der Southwest Airlines konnte ein Zusammenstoß mit einem plötzlich auf der Landebahn auftauchenden Privatjet in letzter Sekunde verhindert werden.

Auf mehreren Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Boeing 737 zur Landung ansetzt, dann aber abrupt durchstartet, um eine mögliche Kollision mit dem kreuzenden Privatflugzeug zu vermeiden. Der Vorfall ereignete sich gegen 8.50 Uhr Ortszeit bei klarem Wetter, wie die Federal Aviation Administration (FAA) mitteilte. Auch das National Transportation Safety Board hat eine Untersuchung eingeleitet.

Laut einer Audioaufzeichnung des Towers hatte der Privatjet, eine FlexJet Bombardier Challenger, keine Genehmigung, die Runway 31-Center zu überqueren. Dennoch ignorierte der Pilot des Geschäftsreiseflugzeugs die Anweisungen der Flugsicherung. Etwa 30 Sekunden später meldete der Pilot der Boeing, dass er durchstarten müsse – eine Entscheidung, die möglicherweise Dutzenden Menschen das Leben rettete.

Piloten reagieren blitzschnell – Passagiere bleiben unverletzt

Nachdem die Boeing-Maschine aus Omaha, Nebraska, eine Schleife geflogen war, konnte Flug Southwest 2504 sicher auf dem Flughafen von Chicago landen. In einer offiziellen Stellungnahme der FAA heißt es: „Die Besatzung des Southwest Airlines Fluges 2504 leitete einen Go-around ein, als ein Geschäftsreiseflugzeug unerlaubt die Landebahn des Chicago Midway Airport betrat. Die FAA untersucht den Vorfall.

Zum Glück wurde niemand verletzt. Dennoch wirft der Vorfall erneut Fragen zur Sicherheit im US-Luftverkehr auf.

Sicherheitsbedenken nach mehreren Unfällen

Der Beinahe-Zusammenstoß in Chicago reiht sich ein in eine Serie von Flugzeugunglücken in den USA. In jüngster Zeit ereigneten sich ein tödlicher Zusammenstoß zweier Flugzeuge über dem Potomac River bei Washington D.C., der Absturz eines Medevac-Jets in Philadelphia und eine Tragödie vor der Küste Alaskas, bei der zehn Menschen ums Leben kamen.

Der Druck auf die US-Behörden, neue Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, wächst. Ob der aktuelle Vorfall Konsequenzen für die Regulierung des Luftverkehrs haben wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass nur das entschlossene Handeln der Southwest-Piloten am Dienstag eine Tragödie verhindert hat.