Ballonunglück in Kappadokien mit zwei Toten: Pilot zu 7,5 Jahren Haft verurteilt

Symbolbild: Hürriyet
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01.03.2025 – 15:00 Uhr

Drei Jahre nach dem tödlichen Heißluftballon-Unglück in Kappadokien, bei dem zwei spanische Touristen ums Leben kamen und drei weitere verletzt wurden, hat das Gericht das Urteil gefällt. Der verantwortliche Pilot Mustafa E. wurde zu 7 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt und für zwei Jahre vom Pilotendienst gesperrt.

Unfallursache: Riskante Wetterbedingungen ignoriert

Der Vorfall ereignete sich am 18. Oktober 2022, als ein Heißluftballon in der Kavak-Region von Nevşehir bei starkem Wind zu einer harten Landung gezwungen wurde und umstürzte. An Bord befanden sich 30 Personen, darunter Pilot und Copilot. Die beiden spanischen Touristinnen, Maria Chiristiana Baltrons (62) und Dolors Masana (64), kamen ums Leben, während drei weitere Passagiere verletzt wurden.

Laut seiner Aussage hatte Pilot Mustafa E. die Passagiere vor der schwierigen Landung gewarnt und sie angewiesen, sich an den Sicherheitsseilen festzuhalten. Die beiden Verstorbenen sollen sich jedoch nicht an die Anweisung gehalten haben.

Gerichtliche Untersuchung: Pilot als Hauptschuldiger benannt

Ein von Experten erstelltes Gutachten stellte jedoch fest, dass der Pilot die Wetterbedingungen ignorierte und den Flug allein aus dem Grund startete, um seine vorgeschriebene Flugzeit zu erfüllen. Das Gericht in Nevşehir erkannte ihn daher als schwer schuldhaft an und verhängte die mehrjährige Haftstrafe.