Ein gewaltiger Tornado hat am Mittwoch die südtürkische Provinz Antalya erschüttert und schwere Verwüstungen angerichtet. Besonders betroffen war der Ort Manavgat, wo der Wirbelsturm ein zwei Tonnen schweres Bungalow-Ausstellungs-Haus durch die Luft schleuderte und insgesamt neun Fahrzeuge schwer beschädigte.
Das Unwetter begann in der Nacht mit starkem Regen, doch gegen 11:30 Uhr erreichte das Wetterphänomen seinen dramatischen Höhepunkt: Ein Tornado bildete sich und traf die Gegend rund um die D-400 Schnellstraße – direkt neben einem Möbelgeschäft im Stadtteil Gültepe.
Das Naturereignis entwickelte enorme Kräfte: Ein dreieckiges Muster-Bungalow, das als Ausstellungsstück diente, wurde vom Sturm erfasst, über parkende Autos hinweggetragen und rund 30 Meter weiter wieder zu Boden geschleudert – kopfüber. Auch ein leichter Transporter, der zu einem Wohnmobil umgebaut werden sollte, wurde von der Windhose erfasst und auf mehrere Autos katapultiert. Dächer wurden abgedeckt, Autos zertrümmert – der Sachschaden ist enorm.
„Ein Wunder, dass niemand verletzt wurde“, sagte ein Augenzeuge. Zum Zeitpunkt des Tornados fiel im betroffenen Geschäft der Strom aus. Die automatische Tür ließ sich nicht schließen, weshalb mehrere Mitarbeiter gerade vor dem Gebäude standen – Sekunden später tobte der Sturm.
Auch auf der vielbefahrenen Schnellstraße Manavgat-Antalya geriet ein Auto in die Windfront und wurde stark beschädigt. Die Fahrer kamen jedoch mit dem Schrecken davon.
Seydi Güngör, Präsident der Handels- und Industriekammer von Manavgat, verschaffte sich vor Ort ein Bild der Lage: „Die Schäden sind erheblich, aber wir sind dankbar, dass keine Menschen ums Leben gekommen sind.“