Das türkische Statistikamt (TÜİK) hat die Daten zum „Human Development Index auf Provinzebene“ für den Zeitraum von 2018 bis 2022 veröffentlicht. Demnach hat Ankara im Jahr 2022 den höchsten Human Development Index (HDI) in der Türkei mit einem Wert von 0,891 erzielt. Auf den weiteren Plätzen folgen Istanbul und Kocaeli (0,886), Izmir (0,870) und Muğla (0,867).
Im Jahr 2022 stieg der nationale HDI auf 0,854, was einen Anstieg von 1,1 % im Vergleich zu 2018 darstellt. Mit diesem Wert gehört die Türkei zur Gruppe der „sehr hoch entwickelten“ Länder gemäß den Kriterien des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Bei den einzelnen Komponenten des Index gab es jedoch unterschiedliche Entwicklungen: Der Index für Lebenserwartung sank um 2,2 %, während der Bildungsindex um 3 % und der Einkommensindex um 2,6 % stiegen.
Die größten Zuwächse im HDI wurden in den Provinzen Kilis, Şırnak und Çankırı verzeichnet, während Trabzon, Ordu, Rize und Karabük die einzigen Provinzen waren, in denen der Index gesenkt wurde.
Was ist der Human Development Index?
Der Human Development Index misst die Entwicklung eines Landes oder einer Region anhand von drei grundlegenden Komponenten: Lebenserwartung, Bildung und Einkommen. Der Index reicht von 0 bis 1, wobei ein Wert von über 0,8 als „sehr hohe menschliche Entwicklung“ gilt.
Die Veröffentlichung der HDI-Daten auf Provinzebene stellt eine wichtige Neuerung dar und ermöglicht eine genauere Einschätzung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Regionen der Türkei. Diese Daten sollen künftig auch dazu beitragen, nationale und lokale Politiken gezielt zu steuern und zu verbessern.